Erfolgreiche SEA-Kampagne erstellen

Wer Produkte oder Dienstleistungen online verkaufen will, kommt an einer SEA-Kampagne (Search Engine Advertising) heute nicht mehr vorbei. Denn mit Suchmaschinenwerbung werden bezahlte Anzeigen entweder neben oder über den Suchergebnissen sowie auf Partner-Webseiten der gängigen Suchmaschinen wie Google und Yahoo an potentielle Kunden ausgespielt.

Aber wie erstellt man eine erfolgreiche Search-Kampagne und welche Punkte sind dabei zu beachten? Was versteht man unter der Alpha-Beta-Struktur, einer guten Keyword-Recherche sowie Tracking und Optimierung einer SEA-Kampagne? All diese Fragen beantworten wir in diesem Blogartikel.

Weitere Fragen? Jetzt kontaktieren!

Was sollte man beim Aufbau einer Search-Kampagne beachten?

  1. Definiere die Ziele deiner Kampagne
  2. Sorge für eine ideale Kampagnenstruktur – z.B. nach dem Alpha-Beta Prinzip
  3. Achte auf eine gute Keyword-Recherche und nutze die Keyword-Einstellungen
  4. Setze dich mit allen Targeting-Möglichkeiten auseinander
  5. Kümmere dich um das Tracking
  6. Nimm die fortlaufende Optimierung ernst

Im Folgenden werden wir dir die 6 wichtigsten Punkte noch ausführlich erläutern. Denn wer nicht ausreichend vorbereitet startet und ein paar wichtige Regeln beachtet, verbrät unnötig Geld und ärgert sich am Ende darüber, dass der Erfolg seiner Search-Kampagne ausbleibt.

Erfolgreiche SEA-Kampagnen erstellen

1. Wie definiere ich die Ziele meiner Search-Kampagne?

Bevor du mit deiner SEA-Kampagne startest, ist es wichtig, dir zu überlegen, welches Ziel deine Kampagne verfolgen soll. Möchtest du die Bekanntheit deines Unternehmens steigern, möchtest du den Abverkauf bestimmter Produkte erhöhen, sollen die User ihre Daten auf deiner Webseite hinterlassen oder möchtest du erreichen, dass die User sich etwas downloaden. Erst wenn du deine Ziele genau definiert hast, kann eine SEA-Kampagne entsprechend eingestellt werden.

Die Definition von Zielen ist sowohl für das Tracking als auch für die Optimierungen deiner Kampagne entscheidend. Anhand des folgenden Beispiels wollen wir noch deutlicher machen, warum eine Zieldefinition wichtig ist. Nehmen wir mal an, dass dein Ziel die Registrierung für einen Newsletter ist, den User auf deiner Webseite abonnieren können. Bei einem Vergleich deiner ausgewählten Keywords stellst du fest, dass ein Suchbegriff deiner Kampagne zwar hohe Klicks generiert, die meisten User aber vor dem Ausfüllen deines Newsletter-Formulars wieder abspringen. Ein anderes Keyword dagegen hat vielleicht wesentlich weniger Klick-Volumen, dir dafür aber bereits 30 neue Newsletter-Abonnenten eingebracht. Damit ist naheliegend, dass dein erstes Keyword sich nicht optimal für deine Ziele eignet. Bei der nächsten Optimierung solltest du dieses Keyword also vernachlässigen.

2. Wie sorge ich für eine ideale Kampagnenstruktur?

Eine erfolgreiche Kampagne benötigt immer eine gute Struktur. Einen Weg, den du einschlagen kannst, ist es, sich an der Struktur deiner Webseiten-Navigation zu orientieren. Besser wäre es aber, wenn du deine Kampagne in unterschiedliche Ziele oder nach Produktkategorien clustern würdest. Nehmen wir mal an, du hast einen Onlineshop für Sportnahrung. Dann würdest du nach Kategorien wie Proteine, Aminosäuren und Kohlenhydraten unterteilen. Auf Ebene der Kampagne kannst du Faktoren wie Gebiete, Sprache und Gebotsstrategie einstellen. Eine Ebene darunter würdest du verschiedene Anzeigengruppen erstellen. Zum Beispiel könntest du Proteine in Casein Protein, Whey Protein und Whey Isolat unterteilen. Diese kannst du dann mit unterschiedlichen Keywords einpflegen. Pro Anzeigengruppe kannst du 3 unterschiedliche Anzeigen erstellen, die thematisch zur jeweiligen Keywordgruppe passen. Du willst mehr über das Thema Kampagnenstruktur erfahren? Dann lies hierzu auch diesen Blogartikel.

Was versteht man unter einer Alpha-Beta Kampagnenstruktur?

Der sogenannte Alpha-Beta Kampagnenstruktur Ansatz basiert auf zwei separaten Kampagnen –der Alpha und der Beta Kampagne. Deine Alpha Kampagne sollte dabei ausschließlich aus Keywords bestehen, die bereits in der Vergangenheit für gute Conversions gesorgt haben. Diese Keywords hinterlegst du in der Alpha Kampagne als „exakt passend“ in einer eigenen Anzeigengruppe. Solche Anzeigengruppen, die nur ein einziges Keyword enthalten, werden auch „Single Keyword Ad Groups“ genannt. Die Beta Kampagne hingegen ist als eine Art Testkampagne zu verstehen, die vor allem für Keywords dient, die bei guter Performance in die Alpha Kampagne verschoben werden. Der Namensgeber der Alpha-Beta Kampagnenstruktur, David Rodnitzky, betitelt diese Keywords als „Köder“, da du sie dafür nutzen kannst, um die passenden Suchbegriffe für die Alpha Kampagne zu identifizieren. Die Keywords in der Beta Kampagne kannst du als „modifiziert weitgehend passend“ hinterlegen.

Alpha-Beta-Kampagnenstruktur

3. Wieso ist eine gute Keyword-Recherche so wichtig?

Neben den Zielen und der Struktur deiner Kampagne, solltest du auch der Keyword-Recherche eine hohe Beachtung schenken. Sie ist einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche SEA-Kampagne. Geh bei deiner Recherche strukturiert vor. Viele Keywords mögen dir im ersten Moment völlig logisch erscheinen. Die Analyse mithilfe verschiedener Keywords-Tools wie Keyword-Planner oder Google Trends, zeigt allerdings, dass das erste Bauchgefühl nicht immer richtig sein muss und es enorme Unterschiede im Suchvolumen und Klickpreis gibt. Auch der Wettbewerb ist hier von entscheidender Bedeutung: je stärker die Konkurrenz, desto höher ist der Preis. Verschaffe dir also zunächst einen genauen Überblick über alle relevanten Keywords und deinen Wettbewerb.

Auch das Ausschließen von Suchbegriffen, die für deine Zielgruppe nicht relevant sind, ist wichtig. Ausschließende Keywords werden auch Negativ-Keywords genannt. Noch ein Tipp unter Profis: Nutze unbedingt die Möglichkeit der Keywordeinstellungen. Sie sind enorm wichtig für eine erfolgreiche Kampagne. Mehr über die Google Ads Keyword-Optionen (Broad, Broad Match Modified, Exact, Phrase) erfährst du hier.

4. Was versteht man unter Targeting?

Um deine Kampagne so effizient wie möglich zu machen, solltest du Streuverluste vermeiden. Wenn du beispielsweise eine regionale Dienstleistung anbietest, macht es wenig Sinn, deine Anzeige überregional auszuspielen. Logisch. In AdWords kannst du über die regionale Ausrichtung genau bestimmen, in welchen Regionen deine Kampagne geschaltet werden soll und von welchen sie ausgeschlossen werden soll. Genauso verhält es sich mit der Uhrzeit, zu der deine Anzeigen geschaltet werden sollen. Bekommst du üblicherweise Anfragen immer erst gegen Nachmittag, solltest du deine Anzeigen ebenfalls um diese Uhrzeit schalten. Weitere Möglichkeiten des Targetings sind die Selektion z.B. nach dem Alter, Geschlecht, Interessen, Suchverhalten oder auch Retargeting-Zielgruppen. Damit hast die Möglichkeit, deine potentielle Zielgruppe weiter einzugrenzen.

5. Was ist Conversion Tracking und warum ist es so wichtig?

Fest steht: Wer sein Ziel nicht kennt, weiß auch nicht, welche Richtung er einschlagen soll oder in welcher Form er seinen Weg korrigieren muss, um da hinzugelangen, wo er ankommen will.

Deshalb ist es unerlässlich, dass du die Ziele (KPIs) deiner SEA-Kampagne definierst und auch regelmäßig analysierst. Prüfe, welcher Suchbegriff dich näher an dein Ziel bringt und welcher gar nicht performt. Überprüfe welche Anzeigentexte besonders oft von Usern geklickt wurden und welche weniger auf Interesse stoßen. Welche Kampagnen kosten dich wohlmöglich viel Geld, bringen aber wenig Erfolg? Beobachte deine Anzeigen und nimm kontinuierlich Optimierungen vor.

Google Ads Conversion Tracking

6. SEA-Kampagnen optimieren – so geht´s

Zu guter Letzt wollen wir dir noch ein paar nützliche Tipps an die Hand geben, mit der du deine AdWords-Kampagne optimieren kannst.

  1. Rufe die AdWords Kampagne auf, die du optimieren willst und gehe in der Anzeigengruppen-Übersicht auf „Einstellungen“ und überprüfe die vier Grundeinstellungen „Kampagnen-Typ“, „Standorte“, „Sprachen“ und „Gebotsstrategie“.
  2. Überprüfe deine verwendeten Keywords und verfeinere sie so gut wie möglich. Suchen deine Kunden aus Hamburg beispielsweise nach einem Friseur in ihrem Stadtviertel, so lautet dein Keyword nicht „Friseur“, sondern „Friseur in Hamburg Eppendorf“. Am besten nutzt du Google Tools für deine Keyword-Recherche.
  3. Mach dir Gedanken über deine Anzeigentexte und formuliere deine Texte verkaufsstark. Achte dabei darauf, dass dein Top-Keyword in der Überschrift steht, dein Angebot klar formuliert ist und der Kunden-Benefit klar wird. Versehe deine Anzeige außerdem mit einer konkreten Handlungsaufforderung und setze dein Top-Keyword auch noch einmal hinter die angezeigte URL. Die eigentliche URL kannst du auch separat hinterlegen.
  4. Nutze die Anzeigenerweiterungen von Google AdWords und ergänze in deinen Textanzeigen Angaben wie deine Telefonnummer oder weiterführende Links, die auch auf andere Produkte von dir aufmerksam machen.

Du hast wenig Zeit, um dich mit Suchmaschinenwerbung zu beschäftigen? Unser erfahrenes Experten-Team von favineo unterstützt dich gern bei der Erstellung einer erfolgreichen SEA-Kampagne und bei der fortlaufenden Optimierung. Jetzt direkt anfragen oder Kontakt aufnehmen unter Tel.: +49 (0)176 758 967 48.

Benötigst du Unterstützung bei Google Ads?

Beschreibe uns dein Anliegen in wenigen Worten.

Sichere dir dein persönliches Erstgespräch – garantiert kostenfrei, unverbindlich und mit ersten Tipps für deine Google Ads Kampagnen.